Visitenkarten und Homepage für den Autor, Philosophen und Islamwissenschaftler PD Dr. Reza Hajatpour

Visitenkarten und Homepage für den Autor, Philosophen und Islamwissenschaftler PD Dr. Reza Hajatpour

PD Dr. Reza Hajatpour, 1958 in Nordiran geboren, begann 1978 seine Ausbildung an der theologischen Hochschule in Ghom. Zutiefst desillusioniert, verliess der junge Geistliche 1986 seine Heimat und ging nach Deutschland ins Exil. Seine Erinnerung an die islamische Revolution hat er in „Der brennende Geschmack der Freiheit“ festgehalten.

Doch ist Dr. Hajatpour nicht nur Autor, sondern auch Philosoph und einer der renommiertesten Islamwissenschaftler.
Um seine zahlreichen Vorträge und Artikel der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wünschte er sich von Herrn Carnarius eine aufs wesentliche reduzierte Homepage. Dabei enstanden im Einklang zum Design der Internetpräsenz Visitenkarten für seine Privat-Korrespondenzen.

Fotos für das Magazin Penthouse

Fotos für das Magazin Penthouse

Cover der aktuellen Ausgabe, April 2010

Das Magazin “Penthouse” ist den Männern vor allem wegen dem Pet des Monats bekannt. Doch seit dem Relaunch bietet das Heft weit mehr, als nur das. Nicht nur Lifestylethemen, sondern auch tiefgründige Artikel mit Inhalten.
Und, in der April Ausgabe 2010 auch Fotos von Steven P. Carnarius!
In den drei Seiten umfassenden Artikel über den Islamwissenschaftler, Bestsellerautor und Familienvater PD Dr. Reza Hajatpour sind alle Portraits von Herrn Carnarius “geschossen”.
Wir wünschen viel Spaß beim Betrachten, aber auch beim Lesen….
Ps. In dem Magazin, mit einer Auflage von über 140.000 Heften, sind wirklich heiße Mädels enthalten. Auf zum Kiosk!

Ausschnitt, Penthouse Ausgabe April 2010

Ob Religion und Politik ein und dasselbe sind?

Ob Religion und Politik ein und dasselbe sind?

Am 23. Juli lud ich zu mir ins Atelier zum Kamingespräch mit dem Thema „Politik und Religion – eine Scheinheilige Welt. Ehrengast an diesem Abend war Herr Dr. Reza Hajatpour, sowie weitere, 11 geladenen Herren.

Hier nun die Zusammenfassung von Herr Hajatpour zum Abend:

Die Religion in ihrer Struktur und mit ihrem missionarischen Charakter ist immer öffentlich und kann daher nicht unpolitisch sein. Ein Beispiel ist der Islam in Iran, aber auch die Einmischung der Kirche was z. B. Kreuze in Schulen und Fragen der Bioethik anbelangt. Solange die Religion eine öffentliche, politische und organisierte Funktion hat, befindet sie sich im Widerspruch zur Moderne. Denn durch ihren alleinigen Wahrheitsanspruch widerspricht sie der Idee der Freiheit

2) durch ihren Anspruch darauf, dass ihre Gemeinschaft die Einzige ist, die auserwählt ist, widerspricht sie der Idee der Gerechtigkeit und der Anerkennung aller Menschen.

3) durch ihren Anspruch auf das Auserwähltsein klammert sie andere Völker und Kulturen aus und selektiert die Solidarität miteinander. Das widerspricht der Idee der Solidarität innerhalb der Menschheit.

„Das Prinzip der modernen Welt fordert“, wie F. W. Hegel sagt, „dass, was Jeder anerkennen soll, sich ihm als ein Berechtigtes zeige. Außerdem will jeder noch mitgesprochen und mitgeraten haben.“ Eine Welt, die das Andere und Unvollkommene ignoriert und ausschließt, zeigt, dass sie das Prinzip der Anerkennung und der gegenseitigen Toleranz verachtet.

Nur, wenn die Religion eine Religion für die Menschen wird und den Humanismus und die gegenseitige Bereicherung fördert, wenn sie das Andere anerkennt und die persönlichen Erfahrungen respektiert, dann haben wir es mit einer Vorstellung zu tun, die sich jenseits einer Politik der Diskriminierung orientiert. Sie ist gerichtet auf eine kosmopolitische Zone, auf eine Ebene der Welterfahrung und Selbsterfahrung. Sie ist in einem Sinne eine Religion der zivilen Gesellschaft und im weiteren Sinne eine Religion des Gefühls und der persönlichen Selbstentfaltung. In dieser Wertevorstellung entfernt der Menschen sich nicht von sich selbst, sondern verbindet sich mit den Anderen. Sie ist damit eine Religion der Liebe, eine Religion der Differenzen und eine Religion der Menschheit.

Unser Kamingespräch hat gezeigt, dass die Menschen trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Harmonie der Differenzen bilden können, so wie ein Orchester die unterschiedlichen Klänge und musikalische Aspekte als harmonische Körperschaft herauskristallisiert. Von Reza Hajatpour